The Right Place
Tagebuch eines Korsett-Trägers
Ein neuer Kunde von uns stellt hier seine Erfahrungen mit seinem ersten
Korsett zusammen. Wir übernehmen alles so wie wir es bekommen ohne es
zu zensieren!
Es muß also nicht unserer Meinung etsprechen.
Aber wir denken, dass die Erfahrungen für jeden Korsettneuling interessant sind.
Der Schreiber ist ein Mann und berichtet alles so wie er es sieht.
Vorgeschichte
Ich bin eigentlich schon immer fasziniert von traegerlosen Kleidern. Manchmal sieht man ja so etwas im Fernsehen, wenn von Baellen oder Galaveranstaltungen berichtet wird. Das ist irgendwie sehr erotisch, auch die Art wie die Damen sich darin bewegen.
Wenn man Zugang zum Internet hat, dann stolpert man irgendwann auch ueber die ueberall vorhandenen Bilder von spaerlich bekleideten Frauen. Darunter waren natuerlich auch einige im Korsett. Das war schnell viel interessanter als die ueblichen Porno-Bilder, die meist eher etwas von athletischen Uebungen vermitteln.
Fuer mich jedenfalls ist eine ordentlich 'verpackte' Frau sehr viel reizvoller als diese nackten Busenwunder, wie man sie auch in den Pornofilmen regelmaessig sieht.
Als ich dann im letzten Jahr ein sehr liebes Maedchen gefunden habe, die meine Frau werden sollte, machte ich mir natuerlich auch Hoffnungen in dieser Richtung.
Rechtzeitig vor der Hochzeit habe ich ihr dann gesagt, wie sie noch besser aussehen koennte ( sie geht NIE ohne Kosmetik aus dem Haus ), und sie war nicht abgeneigt. Also sind wir zum 'Richtigen Platz' gefahren, sie hat probiert und ich habe gekauft.
Leider hat sie das Korsett zur Hochzeit nicht getragen, es zeichnete sich deutlich unter dem Kostuem mit Seidenbluse ab, das sie tragen wollte. Da sie in diesen Dingen recht konservativ denkt war das natuerlich voellig unmoeglich. Genauso wird sie auch niemals mit sichtbarem Korsett irgendwohin gehen.
Es gab auch immer Gruende, das Korsett auch nicht mal probeweise zu tragen, kurz und gut, irgendwie war die Situation fuer micht nicht sehr befriedigend.
Erst in der letzten Zeit konnte ich sie ein paarmal ueberzeugen, das Korsett fuer einige Stunden zu tragen. Sie machte das dann nicht aus Ueberzeugung, sondern weil sie ihren Mann eben sehr liebt. Und ich weiss das zu schaetzen...
Nun musste Sie, leider oder Gottseidank, wegen einer langwierigen Behoerden- sache fuer einige Wochen nachhause fahren, ich wurde also Strohwitwer.
Nun ja, und als sie dann weg war dachte ich: Ich muss doch mal dieses Korsett selbst probieren, ob das so schrecklich ist oder was daran ist, dass sie es nicht tragen will. Es gab immer etwas Schmerz hier, Druck da und so weiter.
Gesagt, getan, geschnuert, und ich empfand das als sehr angenehm !
Dieses Korsett war natuerlich zu eng, meine Frau ist selbstverstaendlich schlanker als ich ;-), und ich habe es auch nur kurz getragen um es nicht irgendwie zu verziehen oder zu verbiegen. Ich dachte jedenfalls: Das will ich auch !
Also habe ich baldigst bei den Fuessleins angerufen, einen Termin gemacht, und bin schliesslich am 29.1. hingefahren.
Das Korsett meiner Frau passte mir in der Laenge sehr gut, es war eben nur nicht weit genug. Ich habe deshalb als erstes das gleiche Modell in der uebernaechsten ( wenn ich recht erinnere ) Groesse anprobiert, und das ging sehr gut.
Das TRP19 ist ja ein Unterbrust-Modell, ich habe dann noch Ueberbrust-Modelle mit kleinen Koerbchen ( soooo viel Busen habe ich nun auch nicht ;-) ) probiert, da nach Auskunft der Fuessleins bei vielen Maennern dann die Brust-Rippen dort gut hineinpassen. Bei mir ging das aber nicht, da meine Rippen ziemlich weit nach unten reichen. Weiter habe ich ein echtes Herren- Korsett probiert, das ist gerade und ohne Taille, aber das war dann auch nicht das richtige. Es blieb also bei dem TRP19.
Ich kann nur nochmal bestaetigen: Ein Korsett muss man anprobieren, und das auch ueber laengere Zeit, mindestens eine halbe Stunde. Erst dann kann man einigermassen sagen, ob man es laenger tragen kann. Es ist voelliger Unsinn so ein Stueck per Post irgendwo zu bestellen, auch wenn man alle moeglichen Masse nimmt usw.
Donnerstag 4.2.99
Am Morgen stehe ich wieder etwas frueher auf, gehe ins Bad und schnuere dann, vielleicht eine Spur enger als gestern. Allmaehlich bekomme ich auch Uebung mit der Schleife, sodass die Aktion unter 10 Minuten dauert.
Irgend etwas muss ich aber nicht so ganz richtig gemacht haben, ich habe den Eindruck, dass das Korsett heute irgendwie etwas schief sitzt. Ich kann nicht sagen, woher das kommt. Beim naechsten Mal muss ich darauf achten. Vielleicht hat es sich auch in der Nacht etwas verzogen, da ich ja meist auf der Seite schlafe. Oder ich selbst bin etwas schief....
Sonst gibt es nichts erwaehnenswertes, alles war ganz normal, bis auf dieses ganz besondere Gefuehl....
Eine weiter angenehme Eigenschaft ist, dass so ein Korsett auch sehr schoen warm haelt, vor allem im Kreuz. Es unterscheidet sich aber ganz wesentlich von einer Binde oder dergl. dadurch, dass es zwar eng, aber nicht elastisch ist. Wenn ich also im Korsett den Bauch einziehe oder mich bewege, dass bekomme ich durchaus Luft unter das Teil bzw. ich kann es ein wenig verschieben.
Der Tag verlief normal, nichts besonderes, keine besonderen Vorkommnisse.
Beinahe haette ich es vergessen, ich gehe natuerlich auch zur Toilette. Dort sitze ich nun ebenfalls sehr aufrecht, und nicht mit gekruemmtem Ruecken wie sonst ;-)
Man muss dabei darauf achten, dass die Korsettschnuere nicht zu weit nach unten haengen und auch keinesfalls in die Pospalte geraten ! Es waere ausgesprochen uebel, wen sie dort die Funktion des Toilettenpapiers uebernehmen wuerden! Deshalb muss man beim wieder Anziehen auch aufpassen, dass die Schnuere aussen auf der Unterhose haengen, die man ja ueber dem Korsett tragen muss und nicht etwas darunter ( sonst koennte man ja nicht .... )
Am Abend habe ich wieder stark geschnuert, das ging besser als am Tag vorher. So war ich ca. 4 Stunden, sehr eng aber nicht unangenehm. Die Atmung ist dann schon ziemlich reduziert, man muss sich langsam bewegen und immer schoen nach oben atmen. Beim Ausziehen hatte ich kaum noch Schmerzen in den Rippen.
Man darf uebrigens nicht denken, dass nach dem Oeffnen des Knotens die Schnuere einfach zurueckschnellen und das Korsett sich ausdehnt wie eine Gummihaut. Die Reibung in den Oesen ist so gross, und die Kraft auf dem einzelnen Schnurabschnitt so gering, dass fast nichts geschieht. Deshalb muss man wirklich die Schnur Stueck fuer Stueck herausziehen damit sich das Korsett schliesslich oeffnen laesst. Genauso braucht man beim Schnueren nicht zu befuehrchten, dass einem die Schnuere zurueckschnellen wenn man einmal mit dem Zug nachlaesst. Nur wenn das Korsett sehr eng ist, dann gleiten sie etwas zurueck. Ich denke, es ist ein ganz gutes Mass, wenn die Schnur nur mit starkem Zug an ihrem Platz bleibt dann hat man zu eng ge- schnuert.
Ich denke nun, dass man in einem sehr engen Korsett leben kann, wenn es genug Personal fuer alle moeglichen Verrichtungen gibt, sodass man nur aufrecht herumgehen und aufrecht sitzen braucht. Es ist fuer mich jetzt ebenfalls einfacher, das Korsett auf der Arbeit zu tragen als zuhause. Dort muss man sich dauernd wegen irgendwas buecken, Tisch decken, Geschirr spuelen, Bett machen usw. Auf der Arbeit kann ich sitzen oder stehen.
Als ich das sehr enge Korsett am 3.2. auszog, da gab es im Bauch so ein etwas unangenehmes Gefuehl, wie eine Art Uebelkeit oder so. Ich denke, das kam von der ploetzlichen Entspannung. Diesmal lockerte ich das Korsett zuerst um 1-2 cm und zog es erst nach ca. 10 Minuten aus. Das ist viel besser. Danach konnte ich beobachten, wie der zuerst ganz flache Bauch innerhalb etwa einer halben Stunde wieder herauskommt.
Freitag, 5.2
Geschlafen habe ich diesmal 'ohne', um zu sehen wie gut ich am morgen wieder schnueren kann. Es ging einigermassen, ist aber in den ersten Minuten enger als ohne 'Anlauf'.
Allmaehlich wird alles Routine. Ich bekomme die Schleife jetzt auch besser hin, alles geht etwas schneller wie am Anfang. Ich muss aber etwa 15 Min. rechnen, die ich fuer's Schnueren und fuer den insgesamt etwas langsameren Ablauf brauche.
Heute musste ich auch zum erstenmal wieder zur ueblichen Zeit auf die Toilette, nicht am nachmittag oder gar nicht wie am ersten Tag im Korsett. Das ist ein gutes Zeichen fuer Normalisierung und Entspannung.
Ich beobachte natuerlich weiter sorgfaeltig meinen Blutdruck. Heute morgen vor dem Schnueren war er einigermassen akzeptabel, an der oberen Grenze, wuerde ich sagen. Gestern abend im engen Korsett war er dagegen wieder sehr hoch. Kopfschmerzen habe ich fast nicht mehr, bestenfalls eine Spur, aber das kann auch eine Gewoehnungseffekt sein. Sonstige Leute mit hohem Blutdruck haben das ja auch nicht, manche haben jahrelang Hochdruck ohne es zu bemerken.
Mir faellt auch auf, dass ich einen ziemlich trockenen Mund habe, das kann auf Aufregung, aber auch auf die erforderliche hoehere Leistungs des Herzens zurueckzufuehren sein. Man muss das alles beobachten.
Ich scheine uebrigens tatsaechlich etwas schief zu sein, das Korsett sitzt links etwas besser als rechts, jedenfalls sitzt es anders.
Das Korsett hat sich auch schon etwas veraendert, es liegt nicht mehr so flach auf dem Tisch wie urspruenglich. Offenbar haben sich Teile etwas gedehnt und damit an mich angepasst.
Wenn ich jetzt z.B. in der Kantine sitze und die Leute anschaue, dann faellt mir erst auf dass eigentlich so gut wie niemand aufrecht sitzt. Alle machen einen runden Ruecken ( ausser mir ;-) ).
Heute war ich mutig und habe mich beim Mittagessen einem Kollegen gegenueber gesetzt. Es war dann etwas schwierig, sich zur Unterhaltung nach vorn zu beugen und dann so voll im Korsett zu liegen. Es ging aber, und eine Bermerkung oder dergl. gab es natuerlich nicht. Es kommt einfach keiner auf die Idee, dass etwas besonderes sein koennte.
Nun habe ich schon drei Tage im Korsett verbracht ! Ich kann es kaum glauben, dass ich sowas gemacht habe, dass ich so mutig war .....
Spaeter am Tag habe ich den Eindruck, dass das Korsett sich irgendwie bewegt, dass es vor allem beim Sitzen nach oben rutscht. Das ist unan- genehm, der Druck verteilt sich dann ungleichmaessig. Mit allerhand Bauchgymnastik und ein wenig Schieben von aussen musste ich das Korsett dann wieder in Position bringen.
Daraus lerne ich, dass ein zu lose oder nicht richtig geschnuertes Korsett genauso unangenehm sein kann wie ein zu enges. Das lose Korsett verursacht zwar keine Schmerzen, aber auch grossen Unbehagen.
Apropos Schnueren: Ich kann nur die Aussage von Frau Fuesslein bestaetigen, dass es viel besser ist sich selbst zu schnueren als das machen zu lassen. Wenn man es selbst macht, dann weiss man besser, wann es genug ist, und da man sich dabei bewegt passt sich das Korsett besser an den Koerper an und kann dadurch enger werden als bei Schnuerung durch einen Helfer. Die bewusste Schleife kann man eventuell machen lassen, aber an den Schnueren ziehen sollte man immer selber. Es braucht auch nicht so viel Kraft, dass eine Frau das nicht selber machen koennte. Man muss allerdings ein wenig gelenkig sein um die 'Luft' aus den Schlaufen zu ziehen, aber diese kleine Uebung haelt auch fit ;-)
Am Freitag abend schnuere ich dann wieder ganz eng, es wird jetzt immer leichter das Korsett ganz zu schliessen, ohne dass das schmerzhaft ist.
Samstag, 6.2
Ich fahre wieder im Korsett in die Stadt, gehe Einkaufen und mit Freunden im Restaurant essen. Das Autofahren ist immer wieder unangenehm wegen dieser runden Sitze, obwohl es mit dem Kissen im Kreuz einigermassen geht.
Am Samtag abend bin ich bei einem Freund zum Geburtstag eingeladen, ich gehe ausnahmsweise 'ohne', da es bei ihm keine korsett-tauglichen Sitzgelegenheiten gibt. Irgendwie fuehle ich mich unvollstaendig.....
Die Party geht sehr lange, man sitzt und spricht .....
Ich komme gegen 5 Uhr nach hause und gegen 6 Uhr ins Bett ;-)
Da ich am Sonntag das Korsett sehr eng tragen will schlafe ich schon bei leichter Schnuerung um den Bauch 'einzustimmen'. Das ist mir zwar ein wenig ungewohnt, aber auch angenehm. Das Korsett ist so warm, wie eine warme Hand auf meinem Leib. Da ich sehr muede bin schlafe ich gut, werde fast nicht wach und stehe dann erst gegen 12 Uhr auf. Naja, wenn es nicht zur Regel wird.....
Sonntag, 7.2.
Vor dem Fruehstueck beginne ich zu schnueren, erst maessig fest, ca. 79cm, nach 1 Stunde ziehe ich nach auf etwa 77 cm und nach dem Mittagessen, gegen 4 Uhr, ziehe ich nochmal und jetzt schliesst sich das Korsett auf 76 cm!
Das ist schoen fest und eng, aber nicht unangenehm. Es drueckt nicht und es gibt nur mal kurz etwas Schmerz an diesen Rueckenmuskeln, aber das vergeht. Ich verbringe den ganzen Tag so, baue sogar ein wenig an der neuen Beleuchtung im Schlafzimmer, das heist Arbeit mit Bohrmaschine, Feile usw. Ich muss lediglich aufpassen dass ich nicht ausser Atem komme wenn ich die Treppe steige.
Es ist richtig schade, dass ich nach ca. 7-8 Stunden das Korsett wieder oeffnen muss um schlafen zu gehen. So ein sehr enges Korsett rutscht nicht, und wenn man sich nicht buecken muss ist es durchaus angenehm das zu tragen.
Es ist sowieso erstaunlich, wie sehr ein paar Zentimeter mehr oder weniger Schnuerung alles aendern. Diese 2, 3, vielleicht 4 cm machen den Unterschied zwischen angenehm und unangenehm, angenehmer Waerme und Stuetze einerseits und Schmerzen andererseits, zwischen Kleidungsstueck und Fetish oder gar Bondage aus.
Je mehr ich das Korsett trage, desto mehr bedaure ich, dass es so ein schlechtes Image hat. Ich selbst ueberlege jetzt nicht mehr 'wann kann ich es tragen ?', sondern 'wann kann ich es nicht tragen ?'
Ich lese jetzt natuerlich die ganzen Korsett-Stories im Netz mit voellig anderen Augen. Ich denke, dass kaum jemand von diesen Leuten eigene Erfahrungen hat. Das ist sowieso mit Worten schwer zu vermitteln, wie bei vielen anderen Sachen auch. Die meisten Leute reden ueber Korsetts wie ein Blinder von der Farbe !
Montag, 8.2.
Ich gehe natuerlich wieder im Korsett zur Arbeit. Diesmal will ich aber etwas enger schnueren, damit es nicht nach oben rutscht. Auf einen Schlag geht das am Morgen nicht mehr, ich muss dazwischen die Rollaeden hochziehen usw., dann kann ich auf 79 cm gehen, und das ist angenehm.
Und so wie es aussieht werde ich am abend auch noch im Korsett etwas Schnee schaufeln bzw. kehren :-(
Eine Sache, die sich als sehr unangenehm herausgestellt hat im Korsett, das ist niessen oder husten. Man hat ja nicht das noetige Atemvolumen, und das erschwert es ganz enorm.
Tatsaechlich musste ich am Abend noch etwas Schnee kehren, und ich wollte ja deshalb nicht das Korsett ausziehen... Also, nicht wie ran! Das erwies sich dann doch auch als nicht so ganz unproblematisch, weil man sich bei dieser Arbeit immer so in den Hueften drehen muss, und das geht im Korsett nicht so gut. Zum Glueck war nur wenig Schnee.....
Am Abend, vor dem Essen, habe ich dann nochmal nachgeschnuert, und dabei konnte ich das Korsett wieder ganz schliessen. Das heisst, oben und unten stossen die Haelften zusammen, und in der Mitte bleibt vielleicht ein halber Zentimeter. Ich konnte meinen Daumen hochkannt nicht mehr in den Spalt stecken. Die Messung ergab dann etwas unter 76 cm!
Dabei war das nicht einmal unangenehm, eng und fest zwar, aber nicht unan- genehm. Ich habe den Eindruck, dass das voellig geschlossene Korsett irgendwie stabiler und steifer ist als mit einem Spalt im Ruecken.
Ich habe so den Abend verbracht, incl. Geschirrspuelen etc., und es tat mir richtig leid als ich das Teil gegen 0 Uhr wieder ausziehen musste. Es gab jetzt auch keine Schmerzen mehr, im Ruecken oder sonst. Es ist sogar richtig angenehm, mit den Haenden ueber das sehr stramm sitzende Korsett zu streichen. Man glaubt garnicht, wie sensitiv die Haut darunter ist. Jede Beruehrung ist ganz anders wie auf normaler Kleidung oder nackter Haut, da stets eine viel groessere Flaeche erregt wird, und leichtes Klopfen auf den Staebchen oder an den Front- bzw. Rueckenstaeben ergibt Vibrationen im ganzen Bauch- bereich.
So angenehm das ist, die Sache mit dem Blutdruck macht mir Sorgen. Ich habe gemessen, 195/125, und das ist sehr viel ! Nach dem Ausziehen waren dann noch 155/120 ( oder so ), der obere Wert waere akzeptabel, der untere ist aber zu hoch, viel zu hoch.
Offenbar hat sich das Korsett wirklich ein wenig gedehnt bzw. an meinen Koerper angepasst. Ich spuere jetzt manchmal den Saumstoff am oberen Rand, der mir in die Brust drueckt wenn das Korsett ein wenig zu tief sitzt.
Dienstag 9.2.
Heute gehe ich 'ohne' zur Arbeit, da ich etwas anstrengendes machen muss, was im Korsett nicht geht. Irgendwie fuehle ich mich zwar freier, aber auch weniger gestuetzt. Dauernd will ich nach vorn zusammensinken, es ist wirklich etwas muehsam, gerade zu gehen und zu sitzen.
Am Abend mache ich dann verschiedene Dinge, die im Korsett schlecht gehen, das muss auch mal sein.
Zur Vorbereitung werde ich mal wieder im Korsett schlafen. Also schnuere ich auf maessige 82 cm, was nach dem Tag schon nicht so ganz einfach ist. Ich muss die Schnuere weit auseinander ziehen damit ich die Haken ueber meinem Bauch ueberhaupt einhaengen kann. Zum Ausziehen brauche ich lange nicht so viel Luft.
Mittwoch, 10.2.
Da ich sehr muede bin schlafe ich ziemlich gut, werde aber frueher wach. Dann kommt das schon uebliche: Nochmal reinigen, Unterhemd und schnueren, 1. Stufe. Dann Rollaeden hoch, Zaehne putzen, und nochmal schnueren. Ich muss es etwas enger machen sonst rutscht es, und das ist unangenehm. Und so gehe ich dann mit ca. 77 cm zur Arbeit.
Wenn ich am Abend nach hause komme ist das schon ziemlich locker, also schnuere ich nochmal und schliesse das Korsett auf sage und schreibe 75.5 cm. Jetzt ist es schoen fest und angenehm. Ich denke, ich sollte schon so zur Arbeit gehen.
Ich riskiere es, ohne zu schlafen, ueberlege aber dass ich fuer das Schliessen der Korsetts 3 Stufen brauchen werde.
Ich oeffne das Korsett wieder in 2 Stufen um den Bauch langsam zu entlasten, das ist wirklich guenstiger. Mit etwas geoeffnetem Korsett druecken dann sogar die hinteren Staebe im Ruecken, da sie jetzt nicht mehr in der Vertiefung beiderseits der Wirbelsaeule liegen.
Donnerstag, 11.2.
Heute will ich im sehr engen Korsett zur Arbeit gehen. Also schnuere ich schon 2 mal vor dem Fruehstueck, ziehe mich aber nur provisorisch an und schnuere nachher nocheinmal. Es geht tatsaechlich zusammen, und ich habe wieder 75.5 cm. Das ist jetzt aber wirklich sehr eng und fest.
Ich komme nur mit Muehe ins Auto, und auch in der Kantine zu sitzen und sich zum Essen etwas nach vorn zu beugen ist nicht so einfach. Tisch und Stuhl in dem Sitzungsraum, wo ich am nachmittag hin muss, hat auch seine Tuecken. Ich habe einen toten Punkt und schlafe beinahe ein, kann aber nicht nach vorn kippen ;-)
Ich muss auch langsam gehen, das Atemvolumen ist doch spuerbar geringer, und an den starken Druck beim Gehen, z.B. zum Essen, muss ich mich erst gewoehnen.
Ich muss auch mehr aufpassen, wie ich mich hinsetze. Sich so in den Sessel flegeln ist ja nicht drin, und wenn man so gerade sitzt, dann muss man auch die Beine gerade auf den Boden stellen oder unter den Stuhl ziehen. Das ist aber nicht so gut fuer die Blutzirkulation. Ich kreuze dann die Unter- schenkel vor dem Stuhl, das geht.
ich stelle fest, dass ich jetzt die Arme ueber der Brust verschraenken kann ohne diese einzudruecken, das geht gar nicht mehr. Die Arme liegen auf dem Korsett und ich kann keinen Buckel mehr machen wie sonst.
Alles in allem ist so ein sehr enges Korsett nochmal ein Erlebnis fuer sich. Dadurch dass es nicht irgendwie rutscht wird es fast wie ein Teil des Koerpers, jede Beruehrung daran wird sofort wahrgenommen. Es ist wie ein Panzer, ich denke an Tiere wie z.B. Schildkroeten.
Es uebt jetzt auch etwas Druck auf den unteren Bauch aus, das habe ich bisher vermisst. Leider haben die vorderen Staebe keine entsprechende Kruemmung, dann wuerde es oben an der Brust und unten noch besser am Koerper anliegen. Mit Federstahl liesse sich das vielleicht machen.
Ich habe jetzt auch mehr Druck im Kreuz, das ist durchaus angenehm. Nur wenn ich versuche, mich nach vorn zu beugen, dann ist das Korsett im Ruecken hart wie Stahl.
Im Moment habe ich sogar ein wenig Schmerzen im Kreuz. Ich wundere mich. Vielleicht kommt das von der ungewohnt steifen Haltung, jedenfalls war das bisher nicht.
Ich bemerke jetzt auch, dass das Korsett manchmal ein wenig knarrt, wie das in den Stories oft erwaehnt wird. Dieses Geraeusch ist aber sehr leise und wird von anderen sicher kaum bemerkt, schon gar nicht im normalen Umgebungsgeraeusch. Es koennte auch von den Schuhen kommen.
Jetzt am Abend erscheint mir das Korsett gar nicht mehr so sehr eng, sondern gerade richtig gut passend. Durch das Hemd fuehle ich hinten einen Spalt von vielleicht 5 mm, weniger geht wahrscheinlich gar nicht, und oben und unten stossen die beiden Teile sowieso aneinander.
Weiter Donnerstag 11.2.
Auch so ein sehr enges Korsett scheint im Laufe des Tages weiter zu werden, einfach weil sich der Koerper anpasst, und vielleicht dehnt sich ja doch der Stoff ein wenig. Ausserdem ergibt sich mit der Zeit ein gewisser Ausgleich zwischen den Bereichen mit viel und wenig Zug auf der Schnur. Das heisst, oben und unten, wo das Korsett nicht so fest anliegt, wird es enger, und in der Taille, wo der Zug am staerksten ist, wird es weiter. Die Schnur wandert also ganz langsam durch die Oesen. So schliesst sich das Korsett innerhalb mehrerer Stunden oben und unten vollstaendig, ja unten, am Po, ueberlappt es sogar um einige Millimeter. Ich habe ja dort nicht so viel Umfang wie typischerweise eine Frau, und ich trage ja schliesslich eigentlich ein Damen-Korsett. Auf diese Weise entsteht dann bis zum Abend in der Taille noch etwas Luft, einige Millimeter nur, die ich dann nachschnueren kann. Dann erst sitzt das Korsett richtig schoen und fest.
Ein gewisser Albtraum ist, dass ich eines Tages aus irgend einem Grund das Korsett nicht ausziehen kann. An diesem Tag ist es soweit: Aus irgendeinem Grund verheddert sich die Schnur in der Waescheklammer, und ich kann weder die Klammer herausziehen noch den Knoten oeffnen. Etwa eine halbe Stunde arbeite ich hinter dem Ruecken, mit spiegelverkehrter Sicht, bis ich doch alles wieder entwirrt habe. Das ist sehr anstrengend, vor allem in so einem engen Korsett ! ( Es bestuende zwar im Notfall immer noch die Moeglichkeit, die Schnuere zu zerschneiden, aber das waere ehrenruehrig und kann nur als letzter Ausweg angesehen werden )
Jedenfalls bin ich sehr erleichtert, als ich dann gegen 1 Uhr in der Nacht schliesslich ins Bett komme, ohne Korsett.
Freitag, 12.2.
Dieses kleine Malheur hindert mich aber nicht, am naechsten Morgen wieder auf maximale Enge zu schnueren. Mit weniger kann ich mich jetzt gar nicht mehr zufriedengeben, das wuerde dann richtig 'schlottern', und es waere auch nicht angenehm.
Es gibt an diesem Tag nichts weiter besonderes zu berichten, im Korsett herumzugehen, die Arbeit zu machen, mit Kollegen zu reden usw., all das ist jetzt ziemlich normal.
Am Abend, vor dem Essen schnuere ich wieder nach und stelle fest, dass ich das Korsett enger ziehen kann, als es sich nachher per Waescheklammer und Knoten fixieren laesst. Der Grund liegt offenbar darin, dass in der Mitte, genau in der Taille, die Oesen einen grosseren Abstand haben als sonst, sodass die Schnuere in einem ziemlich grossen Winkel zum Knoten hinlaufen. Je enger das Korsett wird, desto unguenstiger wird dieser Winkel, sodass sich immer weniger Kraft ausueben laesst. Ich probiere, die Schnuere parallel, also im rechten Winkel zur Nahtstelle, zu fuehren, aber es gibt keine Moeglichkeit dann einen Knoten zu machen. Man muesste hoechstens den oberen und unteren Teil der Schnur trennen und getrennt verknoten. Die andere Variante koennte ein kleines duennes Brett sein, um das man die Schnuere herumfuehrt, sodass der Winkel guenstiger wird. Oder gleich das naechst engere Korsett kaufen....
Ich muss aber ueber diese technischen Details auf dem naechsten grossen Treffen bei den Fuessleins mit so einem Korsettmacher reden, es interessiert mich jetzt.
Man koennte ja auf die Idee kommen, einfach die Schnuere um die Taille herum noch vorn zu ziehen und dort zu binden. Das wuerde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Man koennte ganz bequem die Schleife machen, und man koennte das Korsett ganz zusammenziehen. Ich habe mich aber ueberzeugen lassen, dass man das auf gar keinen Fall machen darf! Die Schnuere wurden den Stoff des Korsetts durchscheuern, vor allem an den Staeben, den das ganze arbeitet ja immer ein wenig. Und noch schlimmer, durch den Druck der Schnur wuerden die Staebe an dieser Stelle schliesslich abknicken. Vorn zu binden ist also eine gute Methode, so ein Korsett recht bald kaputt zu machen.
Wieder tut es mir richtig leid, dass ich das Korsett zum Schlafengehen aus- ziehen muss. Aber es waere wirklich nicht gut so zu schlafen, zumal sich mein Blutdruck noch immer nicht gesenkt hat.
Samstag 13.2
Da ich etliches zu erledigen habe gehe ich diesmal 'ohne' in die Stadt. Das ist jetzt schon richtig ungewohnt, und ich muss mich gewusst aufrecht halten.
Sonntag 14.2
Noch ein Tag 'ohne', die vielen noch zu erledigenden Arbeiten sind mit aller- hand koerperlichem Einsatz verbunden, und das geht leider schlecht.
Am Montag will ich aber wieder mit enger Schnuerung zur Arbeit gehen. Ich ueberlege mir, dass ich im Korsett schlafen sollte um mich zu gewoehnen. Also schnuere ich vorm Schlafengehen auf moderate 82 cm. Das ist jetzt ziem- lich eng, es raubt mir zuerst ein wenig den Atem, bis ich mich gewoehne.
Ich schlafe recht gut mit meiner 'Bauchbinde', ich bin auch sehr muede.
Montag, 15.2
Am Morgen schnuere ich wieder in 3 Stufen, es scheint mir sehr eng als ich auf 75.5 cm angekommen bin.
Es dauert dann wieder gute zwei bis drei Stunden, bis ich mich gewoehnt habe. Ich verstehe jetzt die Probleme von Leuten, die nur gelegentlich ein Korsett tragen. Es kann nicht besonders bequem sein, wenn man sich immer neu daran gewoehnen muss. Nach so einer Pause von mehreren Tagen sind die ersten Stunden wirklich nur bedingt angenehm. Man muss wirklich durchhalten, dann kommt der positive Effekt mit der Zeit.
Auch in diesem sehr engen Korsett habe ich ja jetzt schon ein wenig Luft, sodass es beim Sitzen ein bischen nach oben rutscht. Ich muss es dann immer wieder nach unten druecken wenn ich aufstehe, sonst ist das unangenehm.
Apropos sitzen: ich habe jetzt wieder mehr reine Schreibtischarbeit, sitze also laenger als in der letzten Zeit. Ich sitze ganz gerade, und manchmal muss ich mir klarmachen, dass es nicht die Lehne des Stuhls ist, die mich stuetzt, sondern mein Korsett. Ich kann gar nicht so zusammensinken wie man das sonst meistens macht. Und wenn ich tiefer Luft holen will, dann muss ich mich etwas zurueckbeugen um den oberen Brustkorb zu fuellen. So zu sitzen ist wirklich kein Problem. Es ist aber trotzdem angenehm, gelegentlich aufzustehen und sich etwas zu recken und zu strecken. Zu steif zu sitzen verursacht ja auch Rueckenschmerzen.
Vor dem Abendessen schnuere ich wieder nach, und fuehle mich jetzt wieder richtig wohl, so schoen eng verpackt, gehalten und gestuetzt. Das Korsett passt und sitzt jetzt ganz phantastisch, es ist mir wie eine zweite Haut, wie ein Teil des Skeletts. Ich moechte es am liebsten gar nicht mehr ausziehen!
Es ist wirklich so: Die Grenzen und Mauern, die man in Kopf hat, sind das eigentliche Problem. Man muss nur den Mut haben, diese Mauern einzu- eissen, dann stehen einem neue Welten und Erfahrungen offen, die wirklich grossartig sind. Ich habe schon frueher die Erfahrung gemacht, dass man sich viele Dinge einfach nur getrauen muss, es ist oft ueberhaupt nichts dabei ausser den eigenen Hemmungen, um die Tuer in andere Universen zu oeffnen!
Ich denke auch, dass speziell die Frauen mit der ihnen oft eigenen Dick- koepfigkeit auf diese Weise vieles versaeumen.
Kurz und, weil ich mich so gut fuehle will ich im Korsett schlafen. Das erweisst sich aber mit dieser engen Schnuerung als nicht so einfach. Auf dem Ruecken liegen kann ich nicht gut, da kann ich mich nicht in die Decke kuscheln, und auf der Seite zu liegen ist im Korsett ziemlich unangenehm. Die Matratze ist auf so eine deutliche Taille nicht eingerichtet, ich haenge also regelrecht durch, und das ist eben nicht angenehm. Auch der Versuch mit einem Kissen an dieser Stelle hilft nichts. Ich stehe also nochmal auf und ziehe das Korsett dann doch aus.
Als ich nachher wieder ins Bett gehe bin ich wieder ein wenig benommen, das zeigt mir dass sich am Kreislauf etwas veraendert hat.
Dienstag 16.2.
Heute muss ich wieder 'ohne' zur Arbeit gehen. Es ist mir in einer gewissen Weise unangenehm, ich muss selber aufrecht gehen, mir fehlt diese Stuetze.
Da ich am Mittwoch wieder 'mit' gehen will beschliesse ich, im Korsett zu schlafen um den Bauch wieder zu gewoehnen. Ich schnuere also wieder auf etwa 81-82 cm, das ist am Anfang allerdings schon ein bisschen eng. Ich wundere mich selbst.